Exkursion FaGe

Am Mittwoch waren wir als zweite Gruppe des BP-Kurses im Kantonsspital Münsterlingen und durften einiges zum Thema Fachmann/Fachfrau Gesundheit erfahren.

Kantonsspital Münsterlingen

Der Ablauf der Exkursion gestaltete sich so, dass wir zu Beginn den Beruf FaGe vorgestellt bekamen, anschliessend in die Lernwerkstatt wechselten, wo wir auf zwei Lernende trafen, die uns alle unsere Fragen sehr motiviert und kompetent beantworteten. Abschliessend wurde die Gruppe noch zweigeteilt und wir hatten die Möglichkeit, einerseits etwas in den Lerndokumentationen der Lernenden zu schmökern und einen ersten Einblick ins „richtige Desinfizieren der Hände“ zu erhalten und andererseits die Unterlagen zu den ÜK’s und den Lerntagen zu studieren. Anschliessend war die sehr kurzweilige und informative Exkursion schon wieder vorbei.

Vorstellung des Berufes

Das Kantonsspital Münsterlingen beschäftigt etwa 960 Mitarbeiter, davon arbeiten ungefähr 250 in der Pflege. Das Spital bietet ganz unterschiedliche Aus-und Weiterbildungsplätze bspw. für Hebammen, Pflegefachfrauen, Assistentinnen für Gesundheit und Soziales, Köchinnen (es wird hier absichtlich die weibliche Form gewählt, da insbesondere im Pflegebereich grösstenteils Frauen arbeiten). Ebenso sind Ausbildungen im Bereich Ernährungsberatung, Labor, KV, Biomedizinische Analytik usw. möglich.

Im Bereich FaGe bietet das Kantonsspital jeweils 15 Lernenden pro Ausbildungsgang die Möglichkeit, ihre Lehre zu absolvieren. Die Lehre dauert grundsätzlich drei Jahre. In seltenen Ausnahmefällen ist es möglich, dass sie in nur zwei Jahren absolviert werden kann. Die Lernenden werden vom Spital angestellt und auch entlöhnt. In die Berufsschule gehen sie in Weinfelden. Ebenfalls die ÜK’s finden in Weinfelden statt. Insgesamt sind es 34 Tage, an welchen die Lernenden ÜK’s absolvieren. Der Lohn einer FaGe-Lernenden beträgt im ersten Lehrjahr 750.-, im zweiten 950.- und im dritten 1270.-. Die Lernenden werden auf allen Bettenstationen ausgebildet.

Anforderungsprofil einer FaGe-Lernenden:

  • Motivation
  • obligatorische Schulzeit absolviert E- oder G-Profil, gute Noten
  • gute soziale Kompetenzen
  • Durchhaltevermögen und Teamfähigkeit
  • Schnupperwochen im Sozial- oder Gesundheitsbereich
  • 3-tägiges Schnupperpraktikum

Wenn man sich für die Lehre als FaGe bewirbt muss man eine erste und eine zweite Priorität setzen. Bspw. 1. Priorität Münsterlingen, 2. Priorität Frauenfeld. Wenn die erste Priorität nicht klappt, so gibt es evtl. die Chance, dass die zweite Priorität noch zum Zuge kommt.

Schwerpunkte Ausbildung:

1. Lehrjahr:

  • 3 Tage Praxis / 2 Tage Schule
  • Betrieb kennenlernen (Struktur)
  • Mobilisation, Hygiene, Arbeitssicherheit, Alltagsgestaltung, Ernährung, Kleidung, Wäsche, Administration, Logistik
  • Auseinandersetzung mit Lernprozess

2. Lehrjahr

  • 3 Tage Praxis / 2 Tage Schule
  • Vertiefen – Sicherheit erlangen
  • anderes Klientel
  • medizinaltechnische Verrichtungen
  • Krisen- und Notfallsituationen
  • Nutzung von Ressourcen
  • Durchführung von Prävention

3. Lehrjahr

  • 4 Tage Praxis / 1 Tag Schule
  • Erlerntes Wissen transferieren – neue Abteilung – vernetzen
  • Die Lernenden werden in die neuen Abteilungen eingeteilt. Sie können nicht selber wählen.
  • Vorbereitung auf LAP

Lernen in der Praxis

Das Lernen in der Praxis beinhaltet viele verschiedene Bausteine.

  • Alltagsbegleitung (Person, die Lernenden begleitet im Alltag – nicht Bildungsverantwortlicher)
  • Lernjournal (Wird von Berufsbildnern überprüft, werden beurteilt)
  • Besprechungen (Einführungsgespräch und mindestens drei Standortgespräche)
  • Lerndossier (Alle Lernunterlagen werden abgelegt)
  • Lernbegleitung (Berufsbildungsverantwortliche – Nachbesprechungen)
  • Kompetenznachweis (3x pro Semester – z.B. Blutentnahme)
  • Ausbildungsbericht (jedes Semester – Lernjournal, Kompetenzen)
  • Lerntag (jeweils 1/2 Tag, repetieren, schwierige Situationen werden angeschaut)

Insgesamt gibt es vier Ordner, welche die Lernenden anschaffen müssen. Die Ordner umfassen die zentralen Inhalte der ganzen Lehre. Wenn die Lernenden zusätzliche Literatur benötigen würden, gäbe es eine kleine Bibliothek, wo weiteres Material ausgeliehen werden könnte. Diese Bibliothek wird jedoch von den FaGe’s nicht genutzt.

Der grösste Unterschied der heutigen FaGe-Ausbildung im Vergleich zu früher ist wohl das schriftliche Festhalten aller Lernergebnisse, insbesondere in Form des Lernjournals.

Mögliche Ausbildungsbetriebe für FaGe-Lernende im Thurgau:

Fragerunde mit zwei FaGe-Lernenden

Die beiden Lernenden wählten ihre Ausbildung vor allem aus dem Grund, weil sie sehr gerne mit Menschen arbeiten. Der Patientenkontakt ist ihnen wichtig. Sie helfen gerne Kindern und Erwachsenen, die Unterstützung brauchen. Damit man überhaupt eine Chance hat, eine Lehrstelle als FaGe zu bekommen, da sind sich beide einig, ist es sehr wichtig, dass man bereits einige Erfahrungen beim Schnuppern sammeln konnte.

Schwierige Situationen verarbeiten sie vor allem durch den Austausch im Team. Sie haben jeweils die Möglichkeit mit anderen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, darüber zu sprechen. Dies hilft ihnen sehr. Eine der Lernenden kann durch Sport sehr gut abschalten. Sie lüftet auf diese Weise ihren Kopf.

Sie bringen beide das Berufs- und das Alltagsleben sehr gut unter einen Hut. Teilweise müssen sie sich etwas anpassen. Es ist jedoch vielfach möglich mit anderen Kolleginnen den Dienst abzutauschen.

Die Lernbegleitung sehen sie sehr positiv. Sie dürfen verschiedene Dinge bereits alleine erledigen. Es kommt einfach immer darauf an, ob die Aufgabe für sie freigegeben ist oder nicht. Wichtig ist, dass ihre Bezugsperson Bescheid weiss und sie unterstützen und kontrollieren kann.

Nach der Lehre möchten sich beide Lernenden weiterbilden. Das heisst, sie möchten nicht FaGe bleiben. Eine Lernende sieht sich als Sozialpädagogin, die andere möchte auf jeden Fall eine Weiterbildung machen, ist sich jedoch noch nicht ganz sicher, in welche Richtung sie gehen möchte (bspw. Rettungssanitäterin). Ihrer Ansicht nach haben die FaGe’s etwas zu wenig Kompetenzen und Autonomie, daher fassen sie beide eine Weiterbildung ins Auge.

Abschliessender Parcours

Im abschliessenden Teil konnten wir, wie bereits zu Beginn erwähnt, zwischen den verschiedenen ausgelegten Materialien zirkulieren.  Spannend war hier bspw. die Kontrolle der richtigen Desinfektion der Hände. Man merkte hier sehr schnell, dass es nicht ausreicht, die Hände ganz schnell einzureiben, sondern dass es einer gründlichen Desinfektion bedarf. Siehe dazu das folgende kurze Video:

Des Weiteren konnten wir die Lerndokumentation der zwei Lernenden anschauen. Sie waren wirklich sehr umfangreich und beinhalteten unter anderem die folgenden Inhalte:

  • Kompetenzen
  • Lernjournal
  • Lernbegleitung
  • Liste der zu erwerbenden Fertigkeiten
  • Reflexion der ÜK’s
  • Kompetenznachweis ÜK’s

Ausserdem waren das Ausbildunghandbuch und ein Lehrmittel für die verschiedenen Kompetenzbereiche ausgelegt, welches eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Handlungsschritte der verschiedenen Tätigkeiten aufwies. Den Abschluss bildeten Informationen und eine detaillierte Planung eines ÜK’s sowie die Beschreibung samt Inhalten eines 1/2-tägigen Lerntages. Pro Semester wird ein solcher Lerntag zweimal intern durchgeführt.

Insgesamt war der Morgen am Kantonsspital Münsterlingen interessant und sehr informativ. Man konnte einiges an Informationen mitnehmen und hat einen sehr guten Einblick erhalten, welche Aufgaben von den FaGe-Lernenden im Verlaufe ihrer Ausbildung gemeistert werden müssen. Meiner Ansicht nach ist FaGe ein sehr interessanter und herausfordernder Beruf.

Weiterführende Informationen zum Beruf FaGe und zu weiteren Berufen des Bereiches Gesundheit und Soziales findet ihr hier.

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Reflexion Lernjob-Design

Wie hat Ihnen dieser LernJob gefallen?                                                                          Im Grossen und Ganzen hat mir die Erstellung des eigenen Lernjobs sehr gut gefallen. Es war spannend zu sehen, ob ich imstande bin einen eigenen Lernjob in meinem Fachbereich zu kreieren, der für die Schüler einigermassen interessant ist und von ihnen in Eigenregie gelöst werden kann. Die Themenfindung war zu Beginn eigentlich die grösste Herausforderung. Ich konnte mich zuerst einfach nicht recht festlegen, insbesondere, da wir einen ausserschulischen Lernort thematisieren mussten. Als ich das Thema dann aber gefunden hatte, war dies fast schon die halbe Miete. Mit der klaren und eindeutigen Formulierung der Aufgabenstellungen schlug ich mich dann noch etwas herum, da es für mich sehr wichtig war, dass für die Schüler alles verständlich ist.

Welche Fragen sind noch offen?                                                                                         Die einzige Frage, die für mich wirklich noch offen ist, ist diejenige bezüglich der Umsetzbarkeit meines Lernjobs. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass ich ihn eins zu eins im Unterricht umsetzen könnte. Ob dies dann aber wirklich der Fall sein wird, sehe ich erst, wenn ich einen ersten Versuch starte. Desweiteren bin ich mir auch noch nicht ganz sicher über den zeitlichen Rahmen, in welchem der Lernjob stattfinden wird. Meiner Ansicht nach ist es schwierig, genau einzuschätzen, wieviel Zeit die Schäler tatsächlich dafür brauchen. Daher werde ich bei einer ersten Durchführung wohl relativ flexibel sein müssen.

Was bedeutet für Sie „Handlungsorientierung“ im berufspädagogischen Kontext?                                                                                                             Handlungsorientierung bedeutet für mich insbesondere im Bereich der Berufsschule, dass die Inhalte so gewählt werden, dass sie für die Schüler einen Alltagsbezug aufweisen. Der Sinn hinter den Aufgaben sollte den Schülern daher einigermassen ersichtlich sein. Dies kann bspw. bereits durch eine gute Formulierung der Lernziele in die Wege geleitet werden. Im Sportunterricht ist es für die Schüler vielfach schwierig zu erkennen, wo jetzt genau der konkrete Nutzen für ihre berufliche Zukunft liegt. Hier ist daher vor allem die Thematisierung von Gesundheitsaspekten wie z.B. der Körperhaltung, der Aktivierung des Kreislaufes oder des Trainings des Muskelapparates von alltäglicher Relevanz.

Allgemein ist es wichtig, dass die Schüler nicht nur Theorie vermittelt bekommen, sondern sie das theoretische Wissen auch in der Praxis anwenden können. Dies ist wohl auch ein grosses Plus des Sportunterrichts, der ja vor allem mit praktischen Anwendungen aufwartet und so auch eine Abwechslung zu eher theorielastigen Veranstaltungen bietet.

Inwiefern sind für Sie auch ausserschulische Lernorte in einem didaktischen Setting in der Berufsbildung relevant?                                                     Ausserschulische Lernorte bieten genau die Möglichkeit handlungsorientierter zu unterrichten. In ihnen bietet sich vielfach die Chance der praktischen Anwendung theoretischer Inhalte, deswegen erachte ich sie vor allem auch im Setting der Berufsbildung als sehr wichtig. Ausserdem bieten sie auch eine Abwechslung zum „normalen“ schulischen Alltag. Solche Abwechslung kann meiner Ansicht nicht hoch genug eingeschätzt werden. Desweiteren bieten ausserschulische Lernorte, wie das z.B. bei meinem Lernjob der Fall ist, die Möglichkeit, gelernte Inhalte mal in einem anderen Setting auszuprobieren, was von den Schülern eine Transferleistung verlangt und somit sehr wertvoll sein kann.

Überlegungen dazu, was genau ein guter Lernjob ist, findet ihr hier.

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Sportunterricht an der Berufsschule (Teil 1)

Da ich an der PH Thurgau nur Sport im Monofach studiere, muss ich im Verlaufe des Studiums zwei Praktika als Sportlehrer absolvieren. Mein erstes Praktikum fand letztes JahrSporthalle Kanti Frauenfeld an der Kantonsschule Frauenfeld statt. Ich fand dort hervorragende Bedingungen vor zum Unterrichten, insbesondere was die Infrastruktur anbelangt. Insgesamt durfte ich vier Klassen während vier bis fünf Wochen unterrichten und zwar gestaltete ich in diesen Klassen jeweils ganze Unterrichtseinheiten. Ausser bei einer Klasse waren es jeweils Doppelstunden, die ich unterrichten durfte. Ich hatte somit immer genügend Zeit, um bei den Themen etwas in die Tiefe zu gehen und ebenso hatte ich die Möglichkeit, die Schüler immer genügend üben zu lassen. Denn Inhalt jeder Unterrichtseinheit war eine abschliessende Leistungsüberprüfung mit Note und daher war es notwendig, den Schülern genügend Zeit zum Üben einzuräumen. Die Klassen, welche ich unterrichten durfte, bildeten im Grossen und Ganzen das ganze Spektrum an Schülern ab, die an der Kantonsschule unterrichtet werden. Das heisst, ich unterrichtete sowohl Knaben und Mädchen, Klassen, des ersten, zweiten, dritten und vierten Jahrganges, als auch Klassen der gymnasialen Maturitätsschule, der Fachmittelschule und der Informatikmittelschule. Um verschiedenste Erfahrungen zu sammeln, war dieses Praktikum daher sehr gut geeignet.

Da ich momentan das BP-Modul besuche, mit dem Ziel, das Zertifikat für den Unterricht an der Berufsschule zu erreichen, überlegte ich mir, dass es doch Sinn machen würde, ein Praktikum an einer Berufsschule zu absolvieren. Deshalb sprach ich meine Fachdidaktikerin darauf an und sie klärte dies bei den zuständigen Stellen ab. Zuerst hiess es, dass ich nur an der Berufsschule ein Praktikum machen dürfe, wenn ich auch Schüler unterrichten kann, welche die Berufsmaturität absolvieren. Wie sich aber herausstellte, war das nicht so einfach. Ich bin mir nach wie vor nicht ganz sicher, ob Schüler, welche die Berufsmatürität absolvieren, überhaupt noch Sportunterricht haben. Jedenfalls ist es nun so, dass ich mein Praktikum am Gewerblichen Bildungszentrum Weinfelden (GBW) absolvieren darf.GBW Ich werde dort aber nur Klassen mit Schülern unterrichten, die keine Berufsmaturität absolvieren. Im Gespräch mit meinem Praktikumslehrer kam dann heraus, dass wohl Schüler, die eine kaufmännische Ausbildung mit Berufsmaturität absolvieren noch Sportunterricht haben. Ganz sicher bin ich mir aber nach wie vor nicht.  Ich werde mein Praktikum bereits in zwei Wochen beginnen und habe vorab von meinem Praktikumslehrer schon einige Informationen erhalten. Was die Sportinfrastruktur anbelangt, so kann gesagt werden, dass diese alle Schüler des ganzen Berufsbildungszentrums Weinfelden benützen, welches sowohl das GWB, das Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales sowie das Bildungszentrum Wirtschaft umfasst. Somit wird die Infrastruktur von einer Vielzahl an Schülern benötigt. Insgesamt sind es fünf Standorte (Turhallen und Schwimmbad), welche für den Sportunterricht zur Verfügung stehen. Damit alle Schüler dieselben Bedingungen vorfinden, wechseln die Klassen im Turnus von 5 Wochen zwischen den verschiedenen Infrastrukturen. Gemäss meinem Praktikumslehrer ist die Infrastruktur im Verlaufe der letzten Jahre massiv gewachsen, so dass sie nun gute Bedingungen für den Sportunterricht vorfinden.

Kommen wir nun aber zum Unterricht, den ich im Verlaufe meines Praktikums gestalten darf. Während fünf Wochen werde ich die Möglichkeit haben, angehende Köche, Schreiner, Maler und Forstwarte zu unterrichten. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Im Vergleich zum Praktikum an der Kantonschule Frauenfeld werde ich mich auf einige Unterschiede einstellen müssen. Konkret meine ich damit die neue Klientel (Berufsschüler anstatt Schüler der Kantonsschule), der koedukative Unterricht (Mädchen und Knaben werden zusammen unterrichtet) und die Tatsache, dass an der Berufsschule Sportunterricht nur in Einzellektionen stattfindet. Dies sind die zentralen Herausforderungen, welchen ich mich in den nächsten Wochen stellen muss. Ich bin überzeugt, dass vor allem die Einzellektionen zu Beginn für mich die grösste Herausforderung darstellen werden. Meine Erfahrungen an der Kantonsschule Frauenfeld zeigten mir, dass ich eher dazu tendiere, die Stunden mit zu vielen Inhalten vollzupacken. Da ich nun an der Berufsschule ebenfalls wie in der Kantonsschule ganze Unterrichtseinheiten gestalten muss mit abschliessenden Leistungskontrollen, wird es interessant sein zu sehen, wie ich die Einzellektionen planen muss, damit zum Schluss eine sinnvolle Prüfung gemacht werden kann, auf welche die Schüler auch wirklich ausreichend vorbereitet sind.

Über meine Erfahrungen in meinem Praktikum werde ich meinen nächsten Blogposts berichten.

Wie sieht das bei euch aus? Könnt ihr Erfahrungen an der Berufsschule vorweisen? Was könnt ihr zum Unterschied zwischen Einzel- und Doppellektionen sagen? Gibt es Unterschiede zwischen Gymnasial- und Berufsschülern?

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Einsatz von Visual Facilitating im Unterricht und speziell im Sportunterricht

Wie in einem meiner letzten Blogposts beschrieben, war Visual Facilitating Thema der letzen Wochen und wird auch im Verlaufe der weiteren BP-Stunden immer wieder Thema sein. Wir erlernten Schritt für Schritt zu Visualisieren und anhand der erlernten Werkzeuge, dann unser eigenes Poster zu gestalten. Ich war zu Beginn etwas skeptisch bezüglich dem Thema Visualisieren, weil ich mir einerseits das Erstellen von eigenen Postern aufgrund meiner Zeichenfähigkeiten nur schwer vorstellen konnte und andererseits, weil ich mir den sinnvollen Einsatz in meinem Sportunterricht noch nicht richtig erschliessen konnte.

Visualisierungen können meiner Ansicht nach verschiedene Zwecke im Unterricht erfüllen. Sie können bspw. dem Lehrer zur Vereinfachung eines komplexen Sachverhaltes dienen, sie können Prozesse vereinfacht und auch bildhaft darstellen oder sie können auch von Schülern genutzt werden, um Ergebnisse eines Lernauftrages abzubilden, um hier nur mal ein paar Verwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wie erwähnt, können sie also sowohl dem Lehrer dienen zur Veranschaulichung von Sachverhalten gegenüber den Schülern, als auch ein Mittel sein, dessen sich die Schüler bedienen können, um Ergebnisse darzustellen. Ausserdem ist wohl davon auszugehen, dass sie insbesondere für Schüler, die eher visuelle Lerner sind, eine wertvolle Bereicherung darstellen können. Den Einsatz von Visualisierungen im Schulzimmer erachte ich deshalb als sehr wertvoll. Abgesehen von den aufgezählten Einsatzmöglichkeiten von solchen Visualisierungen, kann nämlich auch der Faktor Spass/Freude bei der Erstellung von eigenen Visualisierungen eine Rolle spielen. Sie können daher, richtig eingesetzt, durchaus ein motivierendes Unterrichtselement sein.

Visualisierungen zu verwenden, um den eigenen Unterricht zu bereichern macht meiner Ansicht nach im Schulzimmer sicher Sinn. Wie sieht es nun aber in der Turnhalle aus? Können Visualisierungen auch den Sportunterricht bereichern? Grundsätzlich, rein von den Funktionalitäten her betrachtet, die Visualisierungen haben können, müsste diese Frage ebenfalls bejaht werden. In welcher Form kann aber eine Visualisierung im Sportunterricht genau zur Anwendung kommen? Eigentlich auf ähnliche Weise wie auch im Schulzimmer, denn viele Turnhallen verfügen heutzutage bereits über Whiteboards, an welchen ebenfalls Visualisierungen vorgenommen werden können. Ausserdem können auch Poster zu Hause vorgefertigt werden, die dann an die Hallenwand gehängt werden können. Stellt man sich jedoch die Frage nach einer konkreten Einsatzmöglichkeit, so komme ich zumindest zum Schluss, dass wohl eher sparsam mit Visualisierungen umgegangen werden sollte, denn zentraler Inhalt der Sportlektionen ist immer noch die Bewegung der Schüler. Daher sollte nicht jede Erklärung eines Spiels oder einer Übung visualisiert werden. Vor allem sollte das nicht gemacht werden, wenn der Lehrer noch nicht allzu geübt ist, was Visualisierungen anbelangt. Die ersten Versuche, welche wir in der BP vorgenommen haben, zeigten mir, dass ich jeweils noch einiges an Zeit aufwenden muss, bis eine halbwegs brauchbare Visualisierung zustande kommt. Deshalb geht dabei immer einiges an Zeit verloren. Übung ist daher sehr wichtig, wenn man Visualisierungen direkt im Unterricht vornehmen möchte. Visualiserungen sollten z.B. daher wohl eher bei Sportstunden verwendet werden, bei denen es vielleicht um eine Einführung in ein neues Thema geht oder um die Erklärung eines Lernjobs, welchen die Schüler bearbeiten müssen.

Ein Beispiel einer solchen Visualisierung, die den Prozess meines Lernjobs „Parkour auf dem Pausengelände“ aufzeigt, seht ihr auf dem folgenden Poster.

Bild Lernjob

Ich komme daher zum Schluss, dass ich sicher in meiner späteren Unterrichtspraxis Visualisierungen ausprobieren werde, diese aber wohl eher sparsam einsetze und vor allem dort verwende, wo ich einen zusätzlichen Nutzen für die Schüler sehe.

Weitere Überlegungen zum Thema Visual Facilitating findet ihr bspw. hier.

Habt ihr schon visualisiert in eurem Unterricht? Wenn ja, wie?

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Lernjob Parkour auf dem Pausengelände (Lernjob Teil 2)

Wie im letzten Blogpost geschrieben, waren nun alle Vorarbeiten für das Erstellen eines eigenen Lernjobs gemacht. Das einzige, was nun noch fehlte war das Thema für den eigenen Lernjob. Einige Ideen sammelte ich bereits als Aufgabe für einen vorangegangenen Veranstaltungstermin, daher hatte ich nicht mehr gross Mühe, mich für ein Thema zu entscheiden. Schlussendlich wurde es das Thema, welches ihr aus dem Titel entnehmen könnt. Ich habe mich insbesondere für dieses Thema entschieden, weil eine der zentralen Voraussetzungen des Lernjobs, die Wahl eines ausserschulischen Lernorts war und ich demzufolge keinen Lernjob gestalten konnte, der in der Turnhalle absolviert wird. Die zentralen Arbeiten, die nun noch bevorstanden, waren die Ausarbeitung des Themas und dessen Visualisierung auf einem Poster.

Ich begann daher damit meinen Lernjob aufs Papier zu bringen. Da wir von unserem Dozenten bereits eine Vorlage für das Verfassen des Lernjobs bekamen, lag es nahe, diese auch zu verwenden. Ich konnte mich jedoch zu Beginn nicht so recht damit anfreunden. Das lag wohl daran, dass wir in der Veranstaltung „Allgemeine Didaktik„, im Rahmen des zentralen Lernauftrags einen Lernplan erstellen mussten, der verschiedenste Lernaufträge beinhalten musste, welche grundsätzlich gleichzusetzen sind mit Lernjobs und ich daher vor allem mit der dort verwendeten Vorlage vertraut war. Diese Vorlage machte für mich zu diesem Zeitpunkt auch etwas mehr Sinn, da ich dachte, alle wichtigen Infos, welche die Schüler benötigen, in dieser Form besser unterbringen zu können. Nach kurzem Überlegen entschied ich mich jedoch trotzdem dafür die neue Vorlage zu wählen. Wie sich dann herausstellte, waren meine Bedenken völlig überflüssig, denn die nötigen Informationen konnten auch in dieser Form gut dargestellt werden. Das grösste Problem, welches sich bei der Erstellung meines Lernjobs ergab, wenn man überhaupt von Problem sprechen kann, war, wirklich alle für die Schüler nötigen Informationen bereitzustellen. Alles Relevante musste im Lernjob erwähnt werden, damit die Schüler ohne grössere Unterweisung der Lehrperson diesen Lernjob ausführen können. Das kostete mich wahrscheinlich auch die meiste Zeit, denn ich las den Lernjob mehrmals durch und fand immer wieder kleine Formulierungen, welche verbessert oder ergänzt werden mussten. Schlussendlich war ich dann aber zufrieden und ich konnte den Lernjob abschliessen. Meinen kompletten Lernjob findet ihr unter nachfolgendem Link.

LernJob Parkour auf dem Pausengelände

Für diesen Lernjob mussten wir nun auch noch eine Visualisierung erstellen, die es den Schülern erleichtern sollte, den Lernjob zu verstehen. Ich entschied mich für eine Visualisierung des gesamten Prozesses, welchen die Schüler bei der Bearbeitung des Lernjobs durchlaufen werden.

Bild Lernjob

Das Spezielle an meinem Lernjob ist, dass die Schüler mit den Vorerfahrungen, welche sie bezüglich Parkour in der Turnhalle gemacht haben, in ein neues Setting (das Pausengelände) gehen können und dort in Eigenregie einen individuellen Parkourlauf erstellen können. Es gilt hier zu erwähnen , dass diese Vorerfahrungen unbedingt gemacht werden müssen, sonst ist es nicht möglich, den Lernjob in ähnlicher Weise durchzuführen, insbesondere aus Gründen der Sicherheit. Desweiteren ist besonders am Lernjob, dass die Schüler auf die Stärken und Schwächen ihrer Mitschüler bei der Gestaltung des eigenen Parkourlaufs eingehen müssen. Sie müssen den Lauf so mit zusätzlichen, vereinfachten Elementen gestalten, dass er auch für schwächere Mitschüler zu durchlaufen ist. Somit werden in diesem Lernjob durch die verschiedenen Lauf-, Sprung- und Rollbewegungen, welche die Schüler zeigen müssen, sowohl fachliche Kompetenzen als auch überfachliche Kompetenzen (Sozialkompetenz) angesprochen. Meiner Ansicht nach kann dieser Lernjob daher sehr gut eins zu eins in der Berufsschule umgesetzt werden.

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Vorüberlegungen zum Lernjob (Lernjob Teil 1)

Im Rahmen des BP-Moduls hatten wir den Auftrag einen eigenen Lernjob zu erstellen. Bevor wir dies jedoch tun mussten, beschäftigten wir uns intensiv mit dem Thema Lernjob. Wir beschäftigten uns mit dem Aufbau, möglichen Inhalten und den Kriterien, welche ein guter Lernjob erfüllen sollte, damit er den gewünschten Lernerfolg der Schüler möglichst optimal ansteuern kann. Desweiteren hatten wir die Formulierung von Zielen und inbesondere Lernzielen zum Thema. Wir machten dazu eine kleine Übung, bei welcher jeder Student ein Ziel formulieren musste. Diese Ziele wurden dann anschliessend von den Kommilitonen angeschaut und begutachtet, ob es sich tatsächlich um Ziele handelt oder ob es doch eher Absichten oder Wünsche sind, die aufgeschrieben wurden. Diese Übung zeigte uns, dass nur sehr wenige der aufgeschriebenen Sätze tatsächlich Ziele darstellten, insbesondere, weil sie zu wenig klar und eindeutig formuliert wurden. Zur korrekten Zielformulierung gehört ebenfalls, dass man als Lehrer weiss, welche übergeordneten und fachspezifischen Ziele gemäss Rahmenlehrplan der BMS angestrebt werden.

Rahmenlehrplan für die Berufsmaturität

Wir warfen hier vor allem einen Blick auf den allgemeinen Teil des Rahmenlehrplans und insbesondere auf das Kompetenzmodell, welches auf die grundlegenden Ziele der Berufsmaturität Bezug nimmt. Diese Ziele werden unterteilt in Allgemeine Bildungsziele, überfachliche Kompetenzen und fachliche Kompetenzen. Auf die einzelnen Fächer gingen wir dann jedoch nicht im Detail ein, sondern dies sollte zur Vorbereitung der Erstellung des eigenen Lernjobs gemacht werden. Die Lernziele, welche im Lernjob formuliert werden, sollten nämlich insgesamt an dieses Kompetenzmodell und im Speziellen an die fachlichen Kompetenzen angelegt sein.

Kompetenzmodell

Zur Erstellung des eigenen Lernjobs hatten wir bestimmte Vorlagen, die uns zur Orientierung dienten. So war bspw. der Auftrag Lernjob-Design als Lernjob gestaltet. Wir hatten eine Vorlage zur Gestaltung des Lernjobs, an welcher wir uns orientieren konnten und sogar eine Checkliste, auf welcher die wichtigsten Punkte, die der Lernjob beinhalten soll, aufgelistet waren. Desweiteren hatten wir verschiedene Lernjobs zur Orientierung, die in vergangenen Jahren von anderen Studenten angefertigt wurden. Was uns eigentlich also nur noch fehlte, war die ultimative Idee, was für einen Lernjob wir in unserem Fach durchführen wollen. 🙂

Da mein Unterrichtsfach Sport nicht im Rahmenlehrplan aufgeführt ist, d.h. keine zu erreichenden fachlichen Kompetenzen formuliert sind, muss ich mir selber überlegen, an was für Zielen ich mich für meinen Lernjob orientieren möchte oder besser gesagt, welche Ziele von den Schülern erreicht werden sollen. Zuerst gilt es aber mal, eine geeignete Idee zu finden. Für was ich mich entschieden habe, könnt ihr voraussichtlich in meinem nächsten Blogpost nachlesen.

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Allgemeinbildender Unterricht an Berufsfachschulen (ABU)

Wieso schreibe ich in diesen Blogpost über allgemeinbildenden Unterricht? Dies ist ziemlich schnell erklärt. Ich mache dies, weil für meine berufliche Zukunft allgemeinbildender Unterricht relevant werden könnte. Wieso ist dies jedoch so?

Ich studierte an der Universität Bern Sportwissenschaft im Major und Betriebswirtschaftslehre (BWL) im Minor. Da BWL jedoch kein Nebenfach ist, dass an einer Schule unterrichtet werden kann, studiere ich nun an der PH nur Monofach Sport. Ich werde demzufolge nur ein Unterrichtsfach haben, welches ich unterrichten kann. Da fragt man sich wohl, wieso ich kein anderes Fach, das unterrichtet werden kann, an der Uni Bern studierte. Diese Frage ist durchaus berechtigt. Wenn mir jemand diese Frage stellt, beantworte ich sie meistens damit, dass ich mit dem Nebenfach BWL auch die Möglichkeit habe, in anderen Sportbereichen zu arbeiten, wie im Sportmanagement oder Sportmarketing. Dies ist natürlich durchaus möglich, da ich mir aber von Anfang an das Ziel setzte, meine Berufskarriere als Lehrer zu beginnen, war die Entscheidung für das BWL-Studium nur teilweise sinnvoll. Die Chancen eine gute Anstellung zu finden sind als Lehrer, der nur ein Fach unterrichtet und insbesondere Sport, wohl nicht immer die allerbesten. In Gesprächen mit Sportlehrern und insbesondere mit meinem ehemaligen Sportlehrer der Kanti Frauenfeld und meinem aktuellen Praktikumslehrer des gewerblichen Bildungszentrums Weinfelden (GBW) hörte ich immer wieder heraus, dass es einige Sportlehrer gibt, die allgemeinbildenden Unterricht an Berufsfachschulen unterrichten. Mein Interesse bezüglich allgemeinbildendem Unterricht ist daher gestiegen und ich informierte mich darum etwas darüber.

Allgemeinbildender Unterricht ist fester Bestandteil der beruflichen Schulausbildung. Aber was ist dieser allgemeinbildende Unterricht überhaupt genau, was für Ziele verfolgt er und was für Themen werden dort unterrichtet?

Allgemeinbildender Unterricht ist ein multidisziplinäres Fach, das grundsätzlich zwei zentrale Lernbereiche umfasst und zwar „Gesellschaft“ und „Sprache und Kommunikation“. Das allgemeinbildende Wissen wird im Rahmen dieses Faches themen- und handlungsorientiert vermittelt. Mit handlungsorientiert ist gemeint, dass sich die SuS vorwiegend durch eigenes Handeln Wissen aneignen. Zentrale Indikatoren für einen solchen Unterricht sind: Aktualität, Betroffenheit, Schüleraktivität und offene Schule.

Das zu vermittelnde Wissen wird dabei in verschiedene, aufeinanderfolgende Themen gegliedert. Innerhalb jedes Themas wird das Wissen multidisziplinär von mehreren Aspekten her erarbeitet und erworben sowie mit Sprache und Kommunikation verknüpft. Es sind dies die folgenden Aspekte: Ethik, Identität und Sozialisation, Kultur, Ökologie, Politik, Recht, Technologie und Wirtschaft. Ein möglicher Schullehrplan (Gewerblich Industrielle Berufsschule Bern (GIBB)) umfasst beispielsweise die folgenden Themen:

  • Berufliche Grundbildung
  • Geld und Kauf
  • Risiko und Sicherheit
  • Demokratie und Mitgestaltung
  • Kunst und Kultur
  • Schweiz in Europa und der Welt
  • Markt und Konsum
  • Globale Herausforderungen
  • Wohnen und Zusammenleben
  • Arbeit und Zukunft

Im allgemeinbildenden Unterricht sollen Orientierungswissen, Erklärungs- und Deutungswissen, Handlungswissen und Quellwissen vermittelt werden. Zentrales Ziel ist dabei, dass die SuS Wissen vermittelt bekommen, mit welchem sie in für sie relevanten Situationen handlungsfähig werden.

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Ich weiss nun, was im allgemeinbildenden Unterricht für Themen behandelt werden. Nun frage ich mich noch, was für eine Ausbildung gemacht werden muss, um solchen Unterricht an Berufsfachschulen erteilen zu können. Dazu bin ich auf die Homepage des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung (EHB) gegangen und habe mir dort die relevanten Informationen herausgesucht. Wie ich herausgefunden habe, umfasst der ganze Studiengang 12 Module zu je 150 Lernstunden, was insgesamt 60 ECTS-Punkten entspricht. Diese 12 Module werden während mindestens zwei Jahren absolviert. Der Studiengang wird demzufolge berufsbegleitend durchgeführt. Die Module, welche dort zu absolvieren sind, findet man hier (S. 6).

Meine Recherche zum allgemeinbildenden Unterricht hat mein Interesse geweckt und ich könnte mir gut vorstellen irgendwann in Zukunft diese Ausbildung zu absolvieren. Ich suchte daher abschliessend noch nach den Zulassungsbedingungen für diese Ausbildung. Diese Zulassungsbedingungen habe ich dann auch gefunden, sie irritierten mich jedoch leider ein wenig. Denn neben der betrieblichen Erfahrung, die ja auch für den Erhalt des Zertifikats nach Absolvierung des BP-Moduls nachgewiesen werden muss, wird bereits eine Anstellung an einer Berufsfachschule und die Zusicherung eines Pensums von mindestens sechs Lektionen ABU vorausgesetzt. Ausserdem muss man bereits Unterrichtserfahrung im Fach ABU vorweisen von mindestens drei Lektionen pro Woche während eines Jahres. Demzufolge kann diese Ausbildung nur gemacht werden, wenn man bereits an einer Berufsfachschule angestellt ist und auf dieser Stufe bereits Erfahrungen mitbringt. Dies ist meines Erachtens vor allem für Lehrer, die bspw. zuerst an einer Sekundarschule oder einer Kantonsschule unterrichten nicht sehr vorteilhaft. Denn ich könnte mir gut vorstellen, wenn ich kein 100% Pensum finde, an einer solchen Schule, dass ich nebenbei eine solche Ausbildung machen könnte, um damit meinen Lebenslauf aufzubessern und so attraktiver zu werden für Berufsfachschulen. Gemäss den Zulassungsbedingungen des EHB, ist dies jedoch nicht möglich und das finde ich doch schade.

Ich werde mich aber wohl noch genauer beim EHB darüber informieren. Vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit. Jedoch ist gemäss dem Leitfaden des Zulassungsverfahrens des EHB wohl eher nicht davon auszugehen. 😦

Wie sieht das bei euch aus? Habt ihr selber bereits Erfahrungen mit allgemeinbildendem Unterricht gemacht?

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